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Warum Internat?

Das Sprichwort „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“ trifft wohl bei keiner anderen Ausbildungsform so sehr zu wie bei einer Internatserziehung. Neben einer hervorragenden Schulausbildung werden durch den täglichen Umgang mit Betreuern und Mitschülern soziale Werte wie Rücksichtnahme, Toleranz, Verantwortung und Verlässlichkeit vermittelt. Der Schüler lernt dadurch, hohe Ansprüche an sich selbst zu stellen, und es stehen ihm Erfahrungswerte und Chancen offen, die ihm durch eine übliche Schulform und den alleinigen Umgang mit Familie und Freundeskreis, verborgen blieben.


Gründe gibt es viele, seinem Kind einen Internatsaufenthalt zu ermöglichen:

Entscheidung des Kindes
Umfassende Betreuung
Gemeinschaft
Normenvermittlung
Internationale Orientierung
Freizeit und Sport




Entscheidung des Kindes


Im Idealfall entscheidet sich Ihr Kind selbst für die Möglichkeit eines Internats. Auch wenn Ihnen der Gedanke, Ihr Kind in ein Internat zu geben, noch nie in den Sinn gekommen ist, sollten Sie den Vorschlag nicht einfach ignorieren. Viele Kinder entwickeln schon in sehr jungen Jahren eine stark ausgeprägte Selbständigkeit und möchten dies durch Mitbestimmung an der eigenen Schulbildung und Ausbildungsstätte demonstrieren. Setzen Sie sich mit den Wünschen, Vorstellungen und Motiven Ihres Kindes auseinander, und informieren Sie sich gemeinsam über die Möglichkeiten, die Ihnen offen stehen. Danach erst treffen Sie gemeinsam die Entscheidung, ob ein Internatsbesuch für Ihr Kind in Frage kommt oder nicht.


Umfassende Betreuung

Persönliche Lebensumstände machen es manchmal notwendig, das Angebot eines Internats wahrzunehmen. Vor allem in ländlichen Gebieten kommt es häufig vor, dass in erreichbarer Nähe keine Ihren Vorstellungen entsprechende Schule existiert. Oder Sie müssen aus beruflichen Gründen oder wegen der persönlichen oder familiären Situation häufig umziehen und können für die umfassende Betreuung Ihrer Kinder nicht genügend Zeit aufwenden?

Die beste Möglichkeit, auf solche Situationen kindgerecht zu reagieren, ist mit Sicherheit die Inanspruchnahme eines Internats. Das hoch qualifizierte Lehrpersonal ermöglicht Ihrem Kind vielfältigere Möglichkeiten des Lernens, mehr Herausforderung und persönliche Ermutigung. Nicht zuletzt können Erzieher auch nach dem regulären Unterricht für schulische oder private Probleme herangezogen werden und beim Überwinden von Lernbarrieren unterstützen. Der Kontakt mit Lehrern und Erziehern beschränkt sich nicht nur auf das Klassenzimmer, sondern wird auch auf dem Sportplatz, in der Freizeit und bei Arbeitsgemeinschaften fortsetzt. Der Lehrer wird somit nicht in die unglückliche Rolle des „natürlichen Feindes“ des Schülers versetzt, sondern genießt die Stellung eines Ratgebers, Wissensvermittlers und vielleicht sogar Freundes. Die stetige Zusammenarbeit zwischen Schule und Heim, Erziehern, Lehrern und Schülern ermöglicht eine perfekte Symbiose, um einen guten Lernerfolg zu erzielen.


Gemeinschaft


Neben der schulischen Ausbildung und dem Erlernen theoretischer und praktischer Fähigkeiten bekommen die sozialen Fähigkeiten des Menschen einen immer höheren Stellenwert in der Gesellschaft. Nicht nur in beruflicher Hinsicht öffnet eine ausgeprägte 'Emotionale Intelligenz ' (EI) in Form von Benehmen, Einschätzen von Situationen, sozialen Fähigkeiten etc. viele Türen. Auch privat werden Menschen mit hohen sozialen Fähigkeiten in der Regel mehr respektiert, strahlen mehr Sympathie aus und sind beruflich und privat erfolgreicher. Die Entwicklung solcher Fähigkeiten hängt sehr stark vom Umfeld des Kindes ab. Einzelkinder, die keinen ausreichenden Freundeskreis vorweisen können, haben im Regelfall größere Probleme, sich in soziale Gruppen zu integrieren. Außerdem werden Fähigkeiten wie z.B. ein starkes Durchsetzungsvermögen später entwickelt als bei Kindern mit Geschwistern.

Gruppendynamische Prozesse und intensive gemeinsame Erlebnisse stärken nachhaltig das Selbstbewusstsein und die Präsentationsfähigkeit. Kinder und Jugendliche lernen, sich in die Gemeinschaft einzubringen, ihre Standpunkte zu vertreten und auch mal zu verlieren. Gerade diese gemeinsamen Erfahrungen lassen Freundschaften entstehen, die oft ein Leben lang Bestand haben. So können schon in frühen Jahren nationale und internationale Kontakte geknüpft werden, die auch für die Zukunft sehr hilfreich sein können.


Normenvermittlung


Nicht zuletzt schaffen die speziellen Probleme der Pubertät, in die Jungen und Mädchen dieses Alters geraten Konfliktpotential. Das Austesten von Grenzen und der Widerstand gegen Erwachsene stehen an der Tagesordnung. Das speziell auf solche Probleme pädagogisch geschulte Personal kann auch in diesen Fällen eingreifen. Oft sind sie dabei erfolgreicher als die eigenen Eltern, da diese meist emotional zu sehr involviert sind, um bei der Durchsetzung von Regeln konsequent zu bleiben. Eine straffe Lebensführung und die strikt einzuhaltenden Regeln im Internat geben den Kindern und Jugendlichen einen angemessenen Rahmen. Eine klare Erläuterung der Regeln und Normen für den täglichen Umgang mit anderen härtet Jugendliche ab und ist Grundlage des Zusammenlebens.


Internationale Orientierung


Viele Internate bieten Bildungsangebote an, die besonders auf die steigenden internationalen Bedürfnisse Rücksicht nehmen. Gezielte Programme, um Schülerinnen und Schüler sprachlich weiterzubilden und ihnen Toleranz zu vermitteln, stehen an der Tagesordnung. Der Kontakt zu Internatsschülern aus anderen Nationen hilft, die so vermittelten Werte auch praktisch anzuwenden.


Freizeit und Sport


Die meisten Internate bieten rund um den Schulalltag eine Reihe von besonderen Freizeit- und Sportangeboten an, die Langeweile und anfängliches Heimweh rasch vergessen lassen. Kindern und Jugendlichen werden somit bessere Möglichkeiten und eine größere Auswahl geboten, als dies unter anderen Umständen möglich wäre. So können besondere Begabungen besser erkannt und individuell gefördert werden.

Je nach Internat werden sportliche Aktivitäten wie Kegeln, Fußball, Basketball, Tennis, Tischtennis, Fitness, Reiten, Schwimmen etc. angeboten, aber auch Möglichkeiten, sich kreativ und musisch auszudrücken. Das eigenständige Organisieren gemeinsamer Aktivitäten ist ein positiver Nebeneffekt, der die Eigeninitiative jedes Einzelnen fordert.

 







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