Klassisches Schulkonzept

An den meisten Schulen der Welt wird nach klassischem Schulkonzept gelehrt. Dazu zählt der Unterricht in altershomogenen Klassenverbänden, das Notenprinzip mit Mindestanforderungen zur Versetzung sowie fachspezifischer Frontalunterricht. Hierbei vermittelt der Lehrer das Wissen lehrgangartig, kursorisch oder systematisch.

Die darbietenden Formen im Vordergrund sind: Vortragen, Vorlesen, Vorführen, Demonstrieren, Erklären durch Veranschaulichen, Referate etc.

Frontalunterricht ist überwiegend thematisch orientiert und wird sprachlich und visuell vermittelt. Die Kommunikation zwischen Lehrer und Schülern steht im Vordergrund – die Zusammenarbeit der Schüler untereinander ist begrenzt. Mit Frontalunterricht lassen sich neue Wissensgebiete einführen, Arbeitsergebnisse sichern und Leistungsstände überprüfen.

Feste Regeln, ein geregelter Tagesablauf und die Bewertung der Schülerleistungen nach Noten sollen den Kindern, neben dem Fachwissen, Pflichtbewusstsein vermitteln und auf den Arbeitsalltag vorbereiten. Der altershomogene Klassenverband dient der Förderung sozialer Kompetenz.

Im Gegensatz zu reformpädagogischen Ansätzen, steht im klassischen Schulkonzept eher ein lerntheoretischer Ansatz im Vordergrund und weniger das selbst bestimmte Lernen.

Heutzutage greifen auch traditionell geführte Schulen auf einige reformpädagogische Lehrmethoden zurück, so dass auch hier immer häufiger Projekt- und altersheterogene Gruppenarbeit zu finden sind. Damit wird individuelles Lernen stärker betont, neue Handlungsperspektiven und Methoden sollen Schule als Lern-, Bildungs- und sozialen Ort erlebbar machen.